Trix Solier 02 - Odyssee im Orient von Sergej Lukianenko





Preis:  19,99 €
Format:  Hörbuch
Dauer:  01:24:00 h
Genre:  Fantasy
Reihe:  Trix Solier; Band 02
Verlag:  der Hörverlag
ISBN:  978-3-86717-851-8
Altersempfehlung:  12+
Muss ich haben!
Vorherige Bände: Band 01


Neue ABENTEUER des FANTASTISCHEN Zauberlehrlings

Magischer Orient: Uralte Oasenstädte, Kamelkarawanen und seltsame Einheimische. Ausgerechnet hier soll der Zauberlehrling Trix Solier den Krieg zwischen zwei Ländern verhindern. Damit ihm das gelingt, muss Trix diesmal auf einem Drachen reiten, die Schule der Assassinen besuchen, in die geheime Stadt der Wüstenzwerge vordringen und den mächtigsten Zauberer der Welt bezwingen. Trix’ Abenteuer bieten auch in der Fortsetzung atemlose Spannung und Wortwitz für junge Hörer; als Bonus für Erwachsene sind sie gespickt mit satirischen Seitenhieben auf Genreklassiker und Gegenwartsmythen. Dabei klingt die Lesung von Stefan Kaminski, dem „wohl besten deutschen Stimmenverwandler“ (BR 2 Radio), fast wie ein üppiges Hörspiel, denn er verleiht jedem Charakter, von der säuselnden Fee bis zum grollenden Piraten, eine eigene Stimme.

Nachdem ich diesen Monat bereits den ersten Band der Trix Solier Reihe gehört habe - und ich war nebenbei unheimlich begeistert! - musste ich gleich mit Band zwei weitermachen. Wenn ihr zuerst meine Rezension zum ersten Band lesen möchtet, findet ihr sie » hier «.
Meine Erwartungen an dieses Buch waren natürlich unheimlich hoch. Zauberlehrling voller Fehl und Adel.

Die Geschichte begann gewohnt spritzig und charmant. Trix ist alleine im Turm seines Meisters, als plötzlich ein Drache auftaucht und die Einlösung von Sauerampfers Ehrenschuld fordert. Was für ein Pech, dass die Schuld in Abwesenheit des Betroffenen automatisch auf seinen Lehrling übergeht, und so sieht sich Trix gezwungen, mit dem Drachen zu reisen um einen Krieg zu verhindern. Der Mineralisierte Prophet, kurz MP, droht durch Krieg die ganze Welt einzunehmen und niemand vermag ihn aufzuhalten. Er wird als größter Zauberer der Welt gehandelt und gefürchtet. Wird Trix es schaffen, die Welt vor ihm zu retten? Kann ein Zauberlehrling den größten Zauberer der Welt bezwingen?

Im zweiten Band treffen wir viele der bereits im ersten Buch eingeführten Personen wieder, machen jedoch auch Bekanntschaft mit jeder menge neuer und sympathischer Wesen. Die ganze Klischee Bandbreite wird hier bedient. Auf der einen Seite ist das natürlich amüsant. Sergej Lukinanenko nimmt einfach einen Haufen bereits bekannter Fabelwesen und haucht ihnen mit seinem Charme quirliges Leben ein. Doch leider finde ich, dass es hier etwas zu übertrieben ist.

Ich hatte an manchen Stellen nicht mehr das Gefühl, dass der Autor eine eigenständige Geschichte erfunden hat, sondern eher, dass er auf Beutezug gewesen war. Wir nehmen ein Kapitel aus diesem Buch, zwei bis drei Wesen von hier und paaren das mit Klischee B, fertig ist das nächste Kapitel für unser Buch. Geboren ist der sprechende Turban, der Assassinenschülern einem Haus zuweist. Etwas weniger Stereotyp hätte der Geschichte ziemlich gut getan, denn meiner Meinung nach brauchte sie gar nicht so viel. Die Hälfte all dessen hätte vollkommen gereicht und der ursprüngliche Charme wäre erhalten geblieben.

Ich möchte die Geschichte jedoch nicht von Grund auf schlecht machen, denn das war sie nicht. Ich fand es wie gesagt lediglich schade, dass der Charakter über so viel Stereotyp verloren ging. Sieht man einmal davon ab, hat Sergej Lukianenko auch im zweiten Band rund um Trix und seine Freunde eine lustige und einmalige Geschichte gesponnen.

Gekonnt verwebt der Autor die verschiedenen Schicksale wieder miteinander und flechtet weitere Unterhandlungen in die übergeordnete ein. Es macht einfach Spaß, zu erfahren, wie sich am Ende alles langsam aufdröselt, alle zueinander finden, oder eben auch nicht. Die Geschichte ist auch nur minimal vorhersehbar und blieb die meiste Zeit über spannend.

Zum Glück wurde auch der zweite Band der Trix Solier Reihe von Stefan Kaminski vertont. Wer meine erste Rezension gelesen hat, kann sich sicher noch erinnern, dass ich die Stimmakrobatik dieses Sprechers nahezu in den Himmel gelobt hab? Wer meine erste Rezension noch nicht kennt, der weiß es nun. Stefan Kaminski verleiht den Charakteren so viel Leben, verzieht und -zerrt seine Stimme, ahmt Dialekte nach und erfreut uns zwischendrin mit lustigen Schmatz-, Schlürf- oder anderen Unsinnsgeräuschen. Einfach toll! :)

Für den zweiten Band der Trix Solier Reihe kann ich leider insgesamt nur drei Kleckse vergeben. Die Geschichte war gewohnt witzig, die Charaktere lebensecht gestaltet und der Sprecher trumpft mit seiner Stimmakrobatik auf. Dennoch fand ich die Klischees etwas zu extrem, was mir den Hörspaß ein wenig genommen hat.


1 Kommentar:

  1. Hi Natascha,

    da lag ich ja (leider) mit meiner Prognose richtig...

    LG,
    André
    Bibliothek von Imre

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