Blinder Feind von Jeffery Deaver


Preis:9,99 €            
Format:Taschenbuch
Seitenanzahl:384
Genre:Thriller
Reihe:-
Verlag:Blanvalet
ISBN:978-3-442-38407-5     
Altersempfehlung:ab 16
Muss ich haben :) - Leseprobe



Eine rückwärts erzählte Rezension


Das Leben lässt sich nur rückwärts vestehen,
doch es muss vorwärts gelebt werden.
(Soren Kierkegaard)


Ich bin ein begeisterter Jeffery Deaver Fan, jedoch war ich mir nicht sicher, was mich bei seinem neuen Werk "Blinder Feind" erwarten würde. Der Klappentext hat wieder einmal viel versprochen und ich war gespannt auf einen neuen Thriller unabhängig seiner Lincoln-Rhyme Ermittler-Reihe. Doch als ich das Buch aufschlug war ich etwas verwirrt: "Ein rückwärts erzählter Thriller" - Kapitel 36"??? Ich habe zwar bereits ein Buch gelesen, dass sich ähnlich von hinten nach vorne arbeitet, doch dieses war von der Idee und Ausführung dann doch vollkommen anders. 

Man stürzt sich sofort in Geschehnisse des eigentlichen Ende des Buches. Man trifft auf Charaktere, die man noch überhaupt nicht kennt. Dabei ist es ziemlich schwierig sich etwas unter der Geschichte vorzustellen. Auch wenn man denkt, man beginnt mit dem Ende des Buches, hat der Leser doch überhaupt keine Vorstellung davon, wie das Buch endet .... äh ... beginnt. 

Gabriela McKenzie, ist eine starke Persönlichkeit, die man direkt zu Beginn kennenlernt. Man weiß ja bereits durch den Klappentext, dass sie eine Büroleiterin in einer Investmentfirma ist, und ihr Chef plötzlich spurlos verschwindet. Warum dieser verschwindet, kann sie sich selbst nicht vorstellen, denn angeblich soll er mit einem rießigen Betrag an Geld das Weite gesucht haben. Jedoch ist das nicht das schlimmste, was ihr passiert. Ihre Tochter wurde entführt und der Erpresser, dessen Name man auch bereits sehr schnell kennenlernt, Joseph, verlangt nicht nur ein Menge Geld, eine halbe Million, nein, er verlangt das Herausgeben einer gewissen "Oktoberliste". Diese Liste soll sich im Besitz ihres Chefs befunden haben, denn auf dieser Liste soll eine Anzahl von 32 Kunden mit Namen und ihren Daten gelistet sein. Was hat es mit dieser Liste auf sich? Und wo soll sie das Geld und diese Liste herbekommen? Es beginnt ein rasend schnelles Spiel gegen die Zeit. Zum Glück hat Gabriela einen netten und attraktiven Mann kennengelernt, der ihr bei der Suche und Aufklärung helfen kann. Daniel Reardon, ein ebenfalls hochrangiger Geschäftsmann, der durch seinen Charme und seine Hilfsbereitschaft ein guter Fang wäre. Er unterstützt sie auf voller Länge und hilft ihr durch diese schweren Stunden hindurch. 

In jedem Kapitel tauchen neue Fragen auf, die der Leser noch nicht beantworten kann. Dieser Thriller weist all die Cliffhanger, Überraschungen und Wendungen auf, die einen guten Krimi ausmachen. Allerdings arbeitet man sich in dem Buch zum Anfang der Geschichte vor, was für viele eine neue Erfahrung, aber eine lohnenswerte darstellt. 

Das Ende des Buches, also der Anfang der Geschichte beginnt zwei Tage früher. Man springt von Kapitel zu Kapitel immer um ein paar Stunden nach vorne und landet dann bei Freitag, während das Buch bei Sonntag beginnt. Na, neugierig geworden? Am Ende des Buches habe ich geschmunzelt und verwundert mit dem Kopf geschüttelt. Wahnsinn, was sich Jeffery Deaver hier hat einfallen lassen. Ein spannender, geistreicher, verwirrender und doch so in sich abgeschlossener Thriller, den man unbedingt lesen muss.

Noch etwas ist neu, im Vergleich zu seinen vorherigen Büchern. Am Anfang jedes Kapitels befindet sich ein Bild, eine Fotografie, von einem Schauplatz, einem Glas Wein, ... Bei manchen habe ich einen Zusammenhang zu dem jeweiligen Kapitel gefunden, aber bei manchen war ich mir nicht sicher für was sie stehen sollten. Die Idee dafür hatte der Autor, weil seine Protagonistin, Gabriela McKenzie, eine leidenschaftliche Fotografin ist und diese mit einfließen lassen wollte.

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares und die Möglichkeit die bald startende Blogtour (23.02) zu organisieren!


Als Gabriela McKenzie, Büroleiterin einer kleinen New Yorker Investmentfirma, eines Morgens in der Arbeit eintrifft, muss sie feststellen, dass ihr Chef spurlos verschwunden ist und offenbar große Geldsummen von Investoren hat mitgehen lassen. Nur wenig später verwandelt sich ihr Leben in einen Albtraum, denn ein Mann namens Joseph teilt ihr mit, dass er ihre kleine Tochter in seiner Gewalt habe. Er verlangt von Gabriela eine halbe Million Dollar und eine mysteriöse Liste mit streng vertraulichen Namen und Daten - die Oktoberliste - , wenn sie Sarah lebendig wiedersehen will. Die Lage scheint aussichtslos - wie soll Gabriela Josephs unmögliche Forderungen erfüllen? Doch in einer Hotelbar lernt sie durch Zufall den attraktiven Daniel Reardon kennen. Er hat Erfahrung mit solchen Fällen, da er bereits zahlreiche Verhandlungen mit Entführern geführt hat, um die Freilassung von im Ausland gekidnappten Geschäftsleuten zu erwirken, uns er hat Freunde, die er ebenfalls für Gabrielas Schutz mobilisiert. Auf der Flucht vor der Polizei, die keinesfalls von der Entführung erfahren darf, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um die Oktoberliste zu finden, Gabrielas Tochter zu retten und den unbekannten Feind zur Strecke zu bringen.


© Derek Henthorn


Jeffery Deaver wurde am 6.Mai 1950 in Glen Ellyn in Illinois geboren. Er ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, bei dem das Autoren-Gen in der Familie liegt. Seine Schwester, Julie Reece Deaver ist ebenfalls Autorin und verfasst Kinder- und Jugendbücher. Nach dem Motto "Früh übt sich" schrieb Jeffery bereits mit 11 Jahren sein erstes Buch. Nach seiner Schulausbildung absolvierte er sein Erststudium bis zum Bachelor of Journalisms an der Universität von Missouri. Danach arbeitete er eine zeitlang als Zeitungsautor. Kurz darauf schlug er die Richtung des Rechtsanwaltes ein und studierte an der Fordham Law School um als Korrespondent für das Wall Street Journal und/oder der New York Times zu arbeiten. Nach dieser Zeit begann er seine ersten Kurzgeschichten und Bücher zu verfassen. Mit 40 Jahren hörte er auf als Rechtsanwalt zu arbeiten und widmete sich voll und ganz seinem großem Hobby: Dem Schreiben von Thrillern. Jeffery Deaver verfasste insgesamt vier verschiedene Reihen, bei denen die Reihe um das Ermittlungspaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs die bekannteste ist. Jeffery Deaver gilt als einer der weltbesten Autoren im bereich der psychologischen Thriller. Er wurde insgesamt für vier Edgar Awards von den "Mystery Writers of America" und für einen Anthony Award nominiert, und ist dreimaliger Gewinner des "Ellery Green Readers Award" für die beste Kurzgeschichte des Jahres. Weiterhin gewann er im Jahre 2011 den "W. H. Smith  Thumping Good Read Award" für seinen Lincoln-Rhyme Roman "Der Insektensammler". Ausserdem wurde ihm der "Dream Award" Preis für seine Darstellung des Portagonisten Lincoln Rhyme verliehen. Im Jahre 1999 wurde eines seiner Lincoln Rhyme Bücher "Der Knochenjäger" mit großen Erfolg verfilmt. Um noch weitere Details über Jeffery Deaver und seine zahlreichen Bücher zu erfahren, einfach auf seine Internetseite oder seine Facebook-Seite klicken. 

Bisher wurden von mir folgende Bücher von Jeffery Deaver rezensiert:

Noch vor wenigen Stunden ahnte die New Yorker Büroangestellte Gabriela McKenzie nicht, dass ihr Leben bald einem Albtraum gleichen würde. Doch jetzt ist ihr Chef verschwunden, und ein skrupelloser Gangster verlangt von ihr eine halbe Million Dollar und die Herausgabe der mysteriösen "Oktoberliste" - sonst stirbt ihre kleine Tochter. Helfen kann Gabriela nur der attraktive Daniel Reardon, der Erfahrung mit Entführungsfällen hat. Kurze Zeit später befinden sich die beiden auf der Flucht - und niemand weiß, wer am Ende mit dem Leben davonkommen wird ...


Kapitel 36
Sonntag, 18:30 Uhr

Sie stand am Fenster der Wohnung in Manhatten und spähte durch einen Schlitz im Vorhang. Ihre Hände zitterten. "Sehen sie jemanden?", fragte der Mann auf der anderen Seite des Zimmers.Seine Stimme klang nervös.



Kommentare:

  1. Guten Morgen! :)

    Das klingt ja spannend und mal nach etwas völlig anderem. Erinnert mich etwas an den Film "Memento".

    Ich denke, ich werde demnächst mal etwas in dieses Buch hineinschnuppern, die Idee gefällt mir nämlich sehr gut und deine Rezension lässt auf viel Lesefreude schließen! :)

    Liebe Grüße

    Saskia

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    1. Hey Saskia,

      ja, genau, das Buch klingt nach "Memento" :) Und es ist es auf jeden Fall Wert gelesen zu werden! Ein durch und durch empfehlenswertes Buch.

      Liebe Grüße

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  2. Ich muss sagen: Deaver hat nachgelassen mit seinen neusten Werken. Eins von denen habe ich letztens erst aus der Hand gelegt. Irgendwas mit Strom und toten Menschen lol Kann mich nicht mal mehr an den Titel erinnern.
    Aber das hier klingt in der Tat sehr spannend. Vielleicht wandert es doch auf meine "Ich bestelle bei Blanvalet" Liste :)

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