Zeitsplitter - die Jägerin von Christin Terrill


Preis:11,99 €            
Format:Gebunden
Seitenanzahl:332
Genre:Jugendbuch
Reihe:Zeitsplitter; Auftakt
Verlag:Boje
ISBN:978-3-414-82390-8    
Altersempfehlung:14
Muss ich haben :)





Ich starre auf das metallene Abflussgitter in der Mitte des Betonbodens. Es war das erste, was mir in Auge sprang, als sie mich in diese Zelle sperrten, und seither habe ich kaum wieder weg geschaut.


Ich mag keine geniale Wissenschaftlerin sein, aber ich spüre bis in die Haarspitzen hinein, dass es wahr ist. Die Zeit jagt uns, und sie ist schnell. (S. 197)


Marina steht am Anfang: Sie ist reich, beliebt und verliebt in einen hinreißend attraktiven Jungen. Em ist am Ende: Sie ist seit Jahren auf der Flucht, seit Monaten in einer winzigen Zelle eingesperrt, wird beinahe täglich verhört. Die beiden Mädchen haben nichts gemeinsam, außer der einen Sache: Sie sind ein und dieselbe Person. Vier Jahre trennen sie. Vier Jahre, in denen die Welt an den Rand des Abgrunds gerät. Doch Em bekommt die Möglichkeit, durch eine Zeitreise die Vergangenheit zu ändern. Nur ist der Preis, den sie dafür zahlen muss, schrecklich ...


Die Idee hinter dem Buch hat mir sehr gut gefallen, aber leider ist sie ein wenig verworren umgesetzt. Es passiert selten (genau genommen ist das das erste Mal) aber dieses Buch wäre wohl verständlicher, wenn es als Film umgesetzt worden wäre. Wer leichte Lektüre für zwischendurch sucht, ist hier nämlich an der falschen Adresse, hier ist mitdenken angesagt.
Man findet sehr schnell und leicht in die Geschichte hinein und auch die Charaktere sind liebevoll gestaltet. Gerade der starke Kontrast zwischen Marina und Em hat mir gut gefallen. Ohne die ganze Zeit über Beobachter des Geschehens zu sein, schafft es die Autorin trotzdem sehr gut, dem Leser ein Bild dieses Mädchens zu vermitteln. Weshalb handelt sie so anders, als sie es früher getan hätte? Kann Em sich überhaupt noch mit Marina identifizieren, oder hat sie sich bereits zu stark von ihrem früheren Ich distanziert? Was hat dazu geführt?
Leider hatte dieses Buch auch seine Schwächen, weshalb ich recht lange gebraucht habe, um es tatsächlich durchzulesen. Angefangen damit, dass schon nach wenigen Seiten auffällt, dass immer und immer wieder die selben Worte benutzt werden. In einem Satz Wasserstrahl, Wasserhahn und letztendlich Wasser unterzubringen muss meiner Meinung nach nicht sein..
Ein weiterer Minuspunkt war, dass es so viele Parenthesen gab. Ein Einschub hier und da stört kaum, aber ständig? Und dann auch noch in stark verschachtelten Sätzen? Es macht keinen Spaß, wenn man beim Lesen nach dem Objekt suchen muss, weil man es in diesem ganzen Gewirr verloren hat! Wer befasst sich beim Lesen schon freiwillig gerne mit der Grammatik dahinter?

Als positiven Abschluss möchte ich noch anmerken, dass mir das Cover sehr sehr gut gefällt. Letztendlich hat es mich auch zum Kauf "gezwungen" weil es im Regal einfach so super aussieht :D
Trotz der "nur" drei Sterne rate ich euch unbedingt, das Buch auch zu lesen. Ein Werk mit neuartiger Geschichte, dessen Fortsetzung ich freudig erwarte :)

Kommentare:

  1. Schade, dass dich "Zeitsplitter" nicht voll und ganz überzeugen konnte! Ich hatte das Buch damals auf Englisch gelesen und war schnell von der Geschichte fasziniert. Was mir besonders gut gefallen hatte war, dass die Zeitreise-Sache so logisch aufgebaut war und Sinn ergeben hat. Bei vielen Zeitreisebüchern ist es ja so, dass Dinge passieren, die dann in den Zeitfolgen nicht logisch sind oder ähnliches. Das hat hier zum Glück gepasst ;) Aber ich kann gut verstehen, dass es dir stellenweise hektisch vorkam, es sind ja viele Wechsel und Sprünge dabei.

    Na vielleicht gefällt dir ja dann die Fortsetzung noch etwas besser, ich freu mich schon drauf!

    Liebe Grüße,
    Tina

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    1. Das Buch an sich hat mir sehr gut gefallen :)
      Oftmals ist das Original nochmal ein großes Stück besser, und was mich hier am meisten gestört hat war ja nicht die Hektik dahinter, sondern die Grammatik. Warum muss ein Satz über zehn Zeilen verschachtelt sein? UND auch noch drei Einschübe enthalten? Leider ist das ja nicht der Einzelfall...
      Aber das kann auch gut und gern der Fauxpas des Übersetzers sein, deswegen würde mich das Buch nochmal auf Englisch seeehr reizen :)

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  2. Hast du gut analysiert - toll :-.) Aber Petrol als Zwischenüberschrift wäre besser :P Weil Petrol immer gut aussieht :P

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    1. Dann würden die Zwischenüberschriften zwar zum Cover passen, aber farblich nicht so mit dem Hintergrund harmonisieren ;)
      Und so ist es einheitlich, seit wir das Design geändert haben, sind die Zwischenüberschriften in dieser Farbe bei mir. Auch optisch gut zur Unterscheidung, von wem von uns dreien die Rezension nun kommt :)

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