Selection von Kiera Cass


Preis:14,99 €            
Format:eBook
Seitenanzahl:368
Genre:Dystopie
Reihe:Selection; Band 1
Verlag:Sauerländer
ISBN:978-3-7336-0007-5     
Altersempfehlung:14
Muss ich haben :)





35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?


"Alles in Ordnunge? Sie wirken etwas angespannt", bemerkte Maxon.
"Sie finden weinende Frauen verwirrend, ich finde Spaziergänge mit Prinzen verwirrend", sagte ich mit einem Achselzucken.

Maxon lachte leise, sagte aber nichts. (S. 104 f)


In Illeà lebt man nach dem Kastenprinzip. Es gibt insgesamt 8 Kasten, wobei man mit zunehmender Kaste weniger Bedeutung in der Gesellschaft hat. In diese wird man auch hineingeboren, und kann nur durch Heirat mit einem Mann aufsteigen, Frauen hingegen stufen sich durch Heirat herunter.
Doch alle heilig Zeit haben 35 Mädchen, je ein Mädchen aus jedem Bezirk ungeachtet der Kaste, die Möglichkeit in den Rang einer 1 auszusteigen. Wenn das Königspaar nämlich einen Jungen gebärt, so darf dieser sich in einer Art Casting eine Braut aus dem Volke wählen, um die Nähe zum Volk zu wahren.

Als der Brief im fünfer Haushalt der Familie Singer eintrifft, ist Americas Mutter ganz aus dem Häuschen! Wann bietet sich ihrer Tochter sonst die Chance, etwas größeres aus ihrem Leben zu machen? Doch weiß keiner, dass America ihre große Liebe bereits gefunden hat. Einmal in der Woche trifft sie sich nachts heimlich mit der Sechs Aspen. Sie hofft, dass er sie bald heiraten wird. Doch als dieser sie zu der Teilnahme am Casting drängt, und wenig später mit ihr bricht, fällt sie aus allen Wolken. Hat sie sich zu Beginn noch vehement gegen die Teilnahme gesträubt, so sehnt sie sich nun nach einem Ort der Ruhe und des Friedens.
Als sie tatsächlich eine der 35 Auserwählten ist, verlässt sie ihre Heimatstadt um im Palast einzuziehen und um die Gunst des jungen Prinzen Maxon zu kämpfen, den sie doch eigentlich gar nicht begehrt. Außerdem möchte sie auch nicht seine Frau werden, sie braucht doch lediglich ein wenig Raum für sich!
Sie beschließt, ehrlich mit Maxon zu sein und freundet sich mit ihm an.
Doch ist das wirklich alles, was sie will? Nur Freundschaft? Gerade, als sie mit Aspens Verlust zu leben lernt, erscheint ebendieser im Palast als Palastwache und wird auch noch ihr zum Schutz zugeteilt!
Was soll America nun tun? für welchen Jungen wird sie sich entscheiden? Und was wenn sie erwischt werden? Die Strafe auf eine Liebelei ist in Illeà der Tod.


An sich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Man braucht nicht lange, um sich in die Gefühlswelt von America hineinzuversetzen. Auch die politischen Details sind nicht allzu vertrackt gestaltet, sondern sehr zugänglich.
Die Geschichte ist auch fesselnd, und man fühlt sich schnell auf einer Ebene mit der Protagonistin.
Auch der Schreibstil ist sehr simpel und zugleich fesselnd. Ich habe das Buch in sehr kurzer Zeit durchgelesen, besser gesagt an zwei Abenden.
Mehr positives kann ich zu diesem großartigen Buch aber leider auch nicht berichten.
Nicht nur Der grobe Plot, sondern auch die einzelnen Personen haben mir zu viel gemein mit  der Welt von Panem. Die einzelnen Bezirke und Kasten kommen ebenso vor, wie die Protagonistin aus ärmlichen Verhältnissen, die sich in ihrer Natürlichkeit treu bleiben will. Doch, welch Wunder, gibt es natürlich auch die üblichen Angestellten in der priveligierteren Welt. In Panem ist es das Kapitol, in Illeà der riesige Palast. Eine weitere Ähnlichkeit ist das Kleid, welches der Leser bereits auf dem Cover bewundern darf. Während Katniss in ein flammendes Kleid gehüllt zum Liebling der Zuschauer wird, ergeht es America in ihrem blauen Tageskleid genauso. Doch um sich abzuheben, wird ihr für ein Interview ein wallendes Kleid in flammendem Rot geschneidert. Der gravierendste Unterschied der zwei Werke ist, dass sich America nicht mit ihrem Leben verteidigen muss, sondern im Palast von Wachen bewacht wird und so sicher ist.
Ich finde es schade, dass die Parallelen hier so offensichtlich sind. Anfänglich fühlt man sich fast so, als wolle die Autorin lediglich auf den Zug des Erfolges mit aufsteigen. "Panem war ein Erfolg? Dann halte ich mich doch an das Konzept!".
Man muss zur Verteidigung allerdings sagen, dass ich nach der Hälfte des Buches nicht mehr dachte, einen Panem Verschnitt vor mir zu haben, sondern in einer eigenen Welt versunken bin, und die Paralellen in den Huntergrund getreten sind.
Alles in allem fand ich, dass das Buch zurecht ein solcher Erfolg wurde, aber leider kann ich keine fünf Sterne vergeben, da die Autorin meiner Meinung nach zu nah an Panem war, und sich definitiv die eine oder andere Idee "ausgeborgt" hat.

1 Kommentar:

  1. Ich glaube ich freue mich trotz der Parallelen zu Panem sehr auf die Selection-Reihe :)))) Das wird cool!
    Ich muss das unbedingt auch noch lesen!

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